Unsere Philosophie

Was? Sie arbeiten SYSTEMISCH?

Was bedeutet denn eigentlich SYSTEMISCH, werden wir oft genug gefragt?

Systemisch bedeutet doch, dass alles „doch irgendwie zusammenhängt“, so stellen manche Kritiker unsere individuellen systemischen Ansätzein einer Beratung gerne„in Frage“.

Nicht Schubladendenken, sondern individuelles Eingehen und Analysieren… prägt unsere Arbeit…

Bedeutet Systemisches Denken wirklich nur die eigentlich banale Erkenntnis, dass nicht alles allein in „meiner Macht“ liegt?“

Wir erleben es doch im Privaten wie im Geschäftlichen täglich immer wieder:
Scheinbare, bestätigte Fakten und anscheinend feststehende Wahrheiten, die uns vorab übermittelt werden, entpuppen sich zumeist als “nur“ subjektive Wahrnehmungen.

Wir, Sie- oder vielleicht besser: unsere Kunden - verwechseln also immer wieder diese unsere eigene, individuelle Sichtweise mit Pseudo- Wahrheiten… Wen wundert es dann, dass hier so manches schief geht, geschäftlich wie privat.

Und: Wie kommen wir aus dieser vermeintlichen Falle heraus? Gerade hier hilft ein systemischer Denkansatz. Kritiker mögen nun einwenden - und das ist auch leicht gesagt: Macht dieser Ihr systemischer Denkansatz nicht alles nur noch viel komplizierter?

Keineswegs, auch wenn es auf den ersten Blick so scheinen mag…

Gewöhnen Sie sich einfach daran:

Ein neutraler, systemisch durchdachter Denkansatz liefert meist ein etwas ungewöhnliches Denken, dafür aber neue, ungewohnte Perspektiven.

Und überlegen Sie doch einmal, ist diese systemische Sichtweise als Denkansatz nicht schon eine Provokation an sich in einer Gesellschaft, die immer alles unter Kontrolle haben will?
Bestehen wir mit diesem Ansatz nicht eigentlich darauf, dass wir uns von unserem kausalistischen Denken, also unserer Vorstellung einer reinen Ursache-Wirkungs-Beziehung verabschieden sollen oder besser: müssen?

Verstehen Sie „systemisch“ doch einfach als Gegen-Ansatz zu einer Pseudo-Welt, in der alles auf Knopfdruck funktionieren soll. Denn, darüber sollten wir uns einig sein, diese „auf-Knopfdruck-funktionierende-Welt“ gibt es real doch nicht… Vielleicht als Wunschtraum einiger Fanatiker…

Unsere systemische Perspektive interessiert sich nicht so sehr für ach so vordergründig wichtige Dimensionen wie Problem, Ursache oder sogar Schuld, sondern wir interessieren uns - althergebracht - für die relevanten Wechselwirkungen zwischen den Elementen sozialer Systeme, seien es Familie, Firma oder eine sonstige Organisation.

Und warum soll das so wichtig sein?

Kommunikation ist nun mal keine Einbahnstraße…

Also kann jede Reaktion auch eine Ursache für weitere Reaktionen sein.

Daher sehen wir zunächst ein „Problem“ zunächst als nichts anderes als ein Feedback auf eine „vorgebliches Problem“. Und so suchen wir in Konflikten nicht nach „Schuldigen“. Denn unsere Aufgabe besteht darin, nicht bestrafen zu wollen, sondern „nur“ Konflikte zu lösen.

Halten Sie sich einfach vor Augen: Menschen übernehmen in Unternehmen und Organisationen bestimmte Rollen.

So wie wir diese sehr unterschiedlichen Rollen einnehmen, so müssen auch unsere Sichtweisen sehr unterschiedlich sein:

Der Vorgesetzte hat sicher eine andere Wahrnehmung als seine ihm untergebene Mitarbeiter, die Buchhaltung sicher eine andere Wahrnehmung als das Marketing.

Und da sehen Sie schon: Das Wort „Wahrheit“ bekommt aus unserem systemischen Blickwinkel immer eine nicht neutrale, vielmehr rein subjektive Note.
Also sollten wir uns doch überlegen, sind denn unsere Wahrnehmungen nicht dadurch geprägt, wer wir sind und wie wir genau zu dem wurden, was wir heute sind?

Erst wenn wir diese Gedanken „verinnerlicht“ haben, können wir uns den eigentlichen Grund-Prinzipien im systemischen Coaching zuwenden:

  • Ein System ist mehr als die Summe seiner Teile.
    Soziale Systeme haben und entwickeln eigene Kulturen. Verhalten in Systemen lässt sich daher nur systemisch erklären. Verstehen können wir Verhalten nur dann wirklich, wenn wir insbesondere auch das Umfeld beleuchten.

  • Ein Problem ist ein Symptom...
    Oder anders formuliert: Probleme sind meist ein Resultat misslungener Lösungsversuche. Betrachten wir aber nur das Problem eingeschränkt und nur „an sich“, dann versuchen wir oft genug, nur das Feuer zu „bekämpfen“ aber nicht die Brandquelle löschen zu wollen.

  • Lösungsfokussierung.
    Die individuelle Betrachtung des Problems ist oft schon das Problem an sich. Wer Ursachen sozialer oder innerer Konflikte klären will, scheitert oft schon an den unterschiedlichen Betrachtungsmöglichkeiten dieses Problems.
    Uns geht es im unserem Coaching vor allem darum, den scheinbar eingefahrenen Problemkontext zu verlassen und zu einem „ausserhalb des Üblichen“ gelegenen Lösungskontext zu gelangen. Unsere Frage und Aufgabenstellung lautet also nicht: „Was ist denn die Ursache für dieses Problem?“ Vielmehr stellen wir neutral und ohne „Vorverurteilung“ uns die Frage: „Was genau muss geschehen, damit das Problem nicht mehr auftritt?“

  • Fokus auf Wahrnehmungen, nicht auf Wahrheiten.
    Es geht uns also (mit Ausnahme eindeutig überprüfbarer Fakten) nicht darum, was vermeintlich wahr ist, sondern um die individuellen und unterschiedlichen Wahrnehmungen von Menschen.

    Denn:
    Problemsituationen entstehen meist nicht durch Fakten, sondern dadurch, wie wir als Individuen unterschiedliche Situationen erfassen und wie wir dann mit diesen Situationen umgehen.
    Und hier zeigt sich die jeweilige Individualität: Was der eine als bedrohlich empfindet, ist für den anderen eine Herausforderung.

  • Wahlmöglichkeiten erhöhen.
    Viele Menschen nehmen in Problemsituationen die sich ihnen bietenden Auswege nicht wahr und laufen „immer wieder gegen die Wand“. Oft kann hier ein (vielleicht nur kleiner) Wechsel der Perspektive weiter helfen.

    Richtig: Für Sie lauern Lösungen überall! Aber für den Betroffenen? Oft sind es verschüttete oder im Problemkontext vielfach nicht wahrgenommene Kompetenzen und Potentiale, die in unserem Coaching dann an die Oberfläche gelangen und so für erfolgreiche Veränderungen zur Verfügung stehen können.

Systemisches Coaching bringt Ihnen sicher „den Weg“ zu einer vermeintlichen „richtigen“ Lösung.

Ob eine so gefundene Lösung wirklich auch „richtig“ ist, lässt sich vorab nicht berechnen. Vielmehr zielt unser systemisches Coaching darauf ab, für den individuellGeCoachten eine für ihn und insbesondere auch die Unternehmung nützliche Lösung zu erarbeiten.

Nützlich kann hier grundsätzlich all das sein, was den Handlungsspielraum „aller“ real erhöht und zu tragfähigeren Denk- und Handlungsmustern führt, wobei tragfähig doch nur solche Lösungen sein können, die an den vorhandenen Potentialen des GeCoachten ansetzen und diese auch erweitern.